Lou Bega in Sulden am Ortler

Apr
15
13:00

Lou Bega in Sulden am Ortler

Das Highlight zum Auftakt der Pärchenwoche;  ein Open Air mit dem Weltstar Lou Bega (ORIGINAL) mit seinem Welthit “Mambo No. 5″. Das Konzert findet am 15.04.2012 um 13.00 Uhr auf der Madritschhütte statt.

Moderne Architektur für drei Schutzhütten in Südtirol

Von den 24 Schutzhütten, die das Land vom CAI übernimmt, müssen drei abgerissen und neu gebaut werden.

Die Hütten Edelraut in Mühlwald/Lappach, Schwarzenstein in St. Johann im Ahrntal und Weißkugel in Graun in Vinschgau sollen aber nicht in der traditionellen Form gebaut werden.

“Vielleicht können wir hier drei innovative Projekte umsetzen, so wie in der Schweiz”, erklärte Landeshauptmann Luis Durnwalder am Montag.

Die eingereichten Projekte seien deshalb am Montag abgelehnt worden. Das Land will stattdessen einen Ideenwettbewerb ausschreiben. Die Hütten müssten in die Landschaft passen und ihre Aufgabe erfüllen, das sei eine Vorgabe, erklärte der Landeshauptmann.

“Die Kosten von zwei Millionen für jede Hütte, die wir auch für einen klassischen Neubau ausgegeben hätten, dürfen aber nicht überschritten werden”, so Durnwalder.

Über allen Bergen

Alpinist Reinhold Messner hat mit fünf über die Dolomiten verteilte Museen architektonisch reizvolle Begegnungsstätten für Mensch und Berg geschaffen

Sie heißen Juval, Dolomites, Ortles, Firmian und Ripa. Fünf Namen, fünf Museen in den Bergen von Südtirol. Dass es sie gibt, ist einem Mann zu verdanken, der wie kaum ein Zweiter die Bergwelt erkundet und dem Menschen verständlich gemacht hat: Reinhold Messner. Unter der Dachmarke Messner Mountain Museum (MMM) sind diese Stätten Ausstellungsorte und architektonische Kunstwerke zugleich – Burgen, Höhlen und ehemalige Geschützgänge, die tief in den Berg getrieben wurden. So unterschiedlich sie sind: Gemeinsam widmen sie sich der Frage, was passiert, wenn Mensch und Berg sich begegnen.

Wer, wenn nicht der Alpinist Messner, könnte sich dieser Thematik annehmen? Kritiker meinen zwar, er habe sich mit seinem Museum eine Art Messner-Mausoleum geschaffen, andere stören sich daran, dass er, der Nachhaltigkeitsapostel, für seine Museen mit Betonmischer und Hilti in die Dolomiten gekraxelt ist und die Bergwelt in ein “alpines Disneyland” verwandelt hat. Aber weder sind in den Häusern nur persönliche Expeditionsgegenstände zu sehen, noch hat er die Berge durch die Bauten zerstört.

Ein Museum über sich selbst zu machen hätte Messner peinlich gefunden. “Die Museen haben mit mir nur am Rande zu tun”, sagt er. “Ich habe sie erfunden und mein Wissen da hineingesteckt. Aber ich erzähle dort über Moses und Buddha und die alpine Geschichte, die Geologie, die Höhen und Höhlen, in denen Menschen gelebt haben.”

Jedes der fünf Museen hat Messner unter ein Motto gestellt. Auf Burg Juval im Vinschgau geht es um die heiligen Berge; Dolomites auf dem Monte Rite widmet sich dem Thema “Fels”; Ortles in Sulden, am Fuße des Ortlers, blickt in die Welt des Eises; Firmian auf Schloss Sigmundskron bei Bozen thematisiert als MMM-Herzstück die Auseinandersetzung zwischen Mensch und Berg; und im Museum Ripa auf Schloss Bruneck werden Bergvölker aus aller Welt vorgestellt, wobei Messner nicht nur ihre Kulturen beleuchtet, sondern auch den Bergtourismus, der ihre Lebenswelten verändert. Staatliche Förderung gibt es für das ehrgeizige Projekt allerdings nicht. Das war eine Bedingung, der sich Messner unterwerfen musste, um herausragende Standorte wie Schloss Sigmundskron vom Land Südtirol für 30 Jahre übereignet zu bekommen. Denn nur Juval und Ortles gehören ihm, die drei anderen Häuser sind nur geliehen.

Das zeigt sich auch in ihrer Architektur. So sind etwa die Ein- und Umbauten in Schloss Sigmundskron Ausdruck der zeitlich begrenzten Nutzung und setzen sich in der Wahl des Materials vom Mauerwerk der mittelalterlichen Burg ab. Statt Dolomitgestein kam unbehandelter, langsam korrodierender Stahl zum Einsatz. Die Art und Weise, wie Träger, Profile, Gitterroste und andere Elemente eingesetzt sind, erinnert an technische Nutzungen, wie es Andreas Gottlieb Hempel in seinem Buch “Die Messner Mountain Museen. Architektur und Berge” beschreibt. Auch halten alle neuen Teile Abstand zu den alten Mauern, fast so als seien sie nur kurz zu Gast im alten Schloss.

Anzeige


Ganz anders in den beiden Häusern Juval und Ortles. Wobei die Burgruine Juval schon seit 1983 im Besitz von Reinhold Messner ist und in zwölfjähriger Arbeit behutsam saniert wurde. Hier verbringt er mit Familie die Sommermonate, hier ist auch das mit Lärchenholz getäfelte Arbeitszimmer, wo er seine Bücher schreibt, und der Expeditionskeller mit allerlei Ausrüstungsgegenständen. Auf Burg Juval hat sich Messner seinen Traum vom unabhängigen Leben als Selbstversorger verwirklicht.

Trotz umfangreicher Sanierung ist und bleibt Juval aber in Teilen eine Ruine, in der Reinhold Messner ein Zuhause für seine Sammlung gefunden hat, vor allem für die Tibetika. In den Nischen der Ruine findet man Buddhafiguren, in den alten Fensteröffnungen religiöse Kultgegenstände. Neben dem großen Festsaal im Palas mit den restaurierten Renaissancefresken trifft man im “Saal der tausend Freuden” auf die weltweit größte Sammlung zur tibetischen Sagengestalt, Gesar Ling. Und so schreibt Hempel über die Burg: “Im Ergebnis ist es ein Renaissancebau geblieben, dem von den Gedanken einer tibetischen Klosterfestung neues Leben eingehaucht wurde.”

Seinen Ausdruck findet dieser neue Geist auch in Form moderner Architektur, vor allem in der filigranen Konstruktion des Glasdachs, das der schwäbische Architekt und Ingenieur Robert Danz als Witterungsschutz für die alte Bausubstanz entworfen hat. Elegant schwebt die aus unzähligen Glasplatten zusammengesetzte 200 Quadratmeter große Fläche entlang der alten Dachlinie über dem Bau und gibt der Burganlage einen ganz eigenen architektonischen Charakter. Schöner kann man Moderne und Tradition kaum zusammenbringen.

Auch das MMM Ortles steht für die Fusion von Alt und Neu, allerdings auf eine andere Art: Statt in die Höhe geht es hier in die Tiefe, in einen unterirdischen Anbau. Inspiration dafür waren die erhaltenen Kellerräume der abgerissenen Scheune, die zum Hof “Yak & Yeti” gehörte. Architekt Arnold Gapp, schon mit dem Umbau des Hofs betraut, entwickelte für das Museum einen unterirdischen Kristall, in dessen Bauch man sich begibt, um sich mit dem Thema Eis und Gletscher zu befassen.

Der aus unbehandeltem Sichtbeton geformte Raum, der an den weiß verputzten ehemaligen Scheunenkeller anschließt, zieht Besucher in den Bann. Nicht nur, weil man, um in die Ausstellung zu gelangen, eine schiefe Ebene heruntergehen muss, sondern vor allem wegen des Lichts. Gapp hat hier entlang der aufgefalteten Rückwand des Betonkristalls einen Glasstreifen in die Decke eingelassen, der das Tageslicht effektvoll, wie im Inneren eines Gletschers, einfallen lässt. Von außen betrachtet wirkt das gläserne Fensterband in der Wiese, die das Dach des Museums bedeckt, wie ein bedrohlicher Gletscherspalt. Somit wird die Architektur hier selbst zum Teil der Ausstellung, zum atmosphärischen Erlebnis, ohne dabei die Exponate zu erdrücken.

Ein Erlebnis ist auch das MMM Dolomites auf dem Gipfel des Monte Rite. Auch wenn die frühere Festung Messner nicht gehört, so hat er hier doch im Gegensatz zu den beiden Schlössern architektonisch mehr einbringen und zugleich eine Liebeserklärung an die Dolomiten realisieren können. Das “Museum in den Wolken” beeindruckt dennoch weniger wegen seiner Exponate oder Baukörper. Es ist die imposante Architektur der umliegenden Landschaft, die den Betrachter fesselt und ihn jede menschliche Bauleistung vergessen lässt. Insofern passt es, dass die für den Umbau verantwortlichen Architekten, Enzo Siviero und Paolo Faccio, den Dolomitkristall als Vorlage gewählt haben und dort, wo einst Geschütztürme emporragten, gläserne Dachaufsätze aus unregelmäßigen Kristallformen errichtet haben. Sie sind eine Hommage auf die Dolomiten und zugleich eine Lichtquelle für das Museum. Wer dann noch in der Ausstellung einmal zwischen den Kunstwerken aus dem Fenster schaut, wird Reinhold Messner und seine Vision eines Bergmuseums verstehen

das Suldner Fernheizwerk

das Suldner Fernheizwerk

Innovation, Umweltschutz und saubere Energie

Bei knapp 6 Monaten Winter und auf 1900m gelegen ist Energie und Heizbedarf Thema mit besonderem Stellenwert.

Mit der Erstbesteigung des Ortlers (3905m) im Jahre 1804 wird Sulden für Erholungssuchende, Wanderer, Bergsteiger und Wintersportler ein beliebtes Urlaubsziel. Die Höhenlage bietet dem Sommergast angenehme Temperaturen und dem Wintersportler exzellente Skibedingungen bis ins Frühjahr.

Die für die Tourismuswirtschaft vorteilhaften klimatischen Bedingungen des Suldner Hochtales konfrontieren die Bevölkerung anderseits mit Problemen, wie sie entlang des Alpenhauptkammes in dieser Gewichtung selten zu tragen kommen. Die frischen Sommernächte und die lange kalte Jahreszeit erfordern eine ganzjährige Wärmeversorgung, die durch die italienische Besteuerung des Heizöls, welche im Europaweiten Vergleich überdurchschnittlich hoch ist, enorme Kostenaufwände verursacht. Im Jahre 1999 beläuft sich der Heizölverbrauch des Ortes auf über 1,5 Mio. Liter bei knapp 250 Einwohnern. Dies entspricht in etwa dem Kraftstoffverbrauch von 60 Autos bei 24stündigem und ganzjährigem Betrieb.

Neben dem Ölpreis, welcher täglich seine eigenen Rekordmarken überschreitet, war dies mitunter Hauptgrund alternative Lösungen für die Energieversorgung des Suldentales zu finden, das zuvor schon einmal von der Zeitung Skimagazin zum umweltfreundlichsten Skigebiet der Alpen gewählt wurde.

Um das Dorf, mitten im Nationalpark gelegen, nicht der Willkür des Ölpreises zu überlassen und dem Zeitgeist hinsichtlich dem Umweltschutz zu entsprechen, entsteht die Idee ein gemeinsames Fernwärmekraftwerk zu bauen.

Die Zielsetzung beim Bau einer gemeinsamen Heizanlage sind für die Zukunft einen günstigen Energiepreis zu schaffen, die Schadstoffemissionen zu minimieren, den Bezug der Energie durch die Gemeinschaft zu vereinfachen und durch den Wegfall der privaten Anlagen Instandhaltungskosten zu senken sowie den sich stetig verändernden Brandschutzbestimmungen zu entrinnen. Billige Wärme aus der Steckdose für alle!

Im Auftrag des Elektro- Konsortiums Sulden und mit der Unterstützung des EU Projektes Leader II wird im Nov 98 das Planungsbüro EUT (Energie und Umwelttechnik) Brixen, spezialisiert im Kraftwerkbau, mit der Studie für den Bau eines Fernwärme Heizwerks mit Biomasse betraut. „Wenn nicht in Sulden, dann nirgends in ganz Südtirol“ so Projektleiter Ing. Carminati beim ersten Lokalaugenschein.

Die Idee zum Heizwerk Sulden wird von Berechnungen bestätigt und über eine Verwirklichung wird erstmals konkret nachgedacht.

Damit das Interesse der Ortschaft gewahrt bleibt, wird für dieses Großprojekt die Genossenschaftsform gewählt. Diese Unternehmungsform, die laut Gesellschaftsrecht jeden wirtschaftlichen Erfolg als Vorteil seinen gleichberechtigten Genossenschafter zurückzuführen hat, unterbindet individuelle Geschäftsinteressen und bildet die Basis für den Zuspruch seiner gleichberechtigten Mitglieder.

Am 01.06.99 wird mit 10 Gründungsmitgliedern die Energiegenossenschaft Sulden gegründet, welche die Voraussetzung für die Bestellung der Verwaltungsgremien sind. Mit einem Energie-Abnahmevertrag verpflichtet sich die Bevölkerung von der Genossenschaft Wärmeenergie abzunehmen sofern diese im Stande ist unter dem jeweils aktuellen Ölpreis Wärme anzuliefern.

Unter der Voraussetzung dass keines der Genossenschafts-mitglieder sich privat für den Bau des Werkes zu verbürgen hat wird das Finanzierungsangebot der Südtiroler Sparkassen AG angenommen. Ohne Eigenkapital und ausschließlich mit der hypothekarischen Belastung des Werkgebäudes sowie der Aufweisung der Abnahmeverträge wird dem Planungsbüro EUT der Bauauftrag übergeben.

Die 73 Abnehmer, denen alles bis hin zur Energieüberga-bestation im Haushalt kostenlos und ohne Beitrittszahlung zur Verfügung gestellt wird, werden in die Genossenschaft als Gesellschafter aufgenommen. 1,9 Mio Euro Beitrag vom Amt für Energieeinsparung der Provinz Bozen, 0,3 Mio Euro Beitrag aus dem Mutualitätsfond der ZENFOR AG sowie der sich aus der Differenz zum Ölpreis erwirtschaftete Ertrag aus der gelieferten Energie reichen aus um das Bauprojekt von 6 Mio. Euro zu finanzieren.

Nach der Einholung der notwendigen Gutachten und Genehmigungen fällt Ende August 2001 der erste Spaten-stich. Unter der Federführung der Firma EUT wird nach den verschiedenen Ausschreibungen mit dem Bau des Ge-bäudes das Bauunternehmen Paulmichl Matthias aus Mals, für die Verlegung der Rohrleitungen die Firma Atzwanger aus Bozen, für den Bau der Übergabestationen der Haus-halte die Firma PEWO (A), für die Thermohydraulischen Anlagen im Werk die Firma Schmiedhammer aus Bruneck, für die Feuerungs und Rauchgasanlagen sowie für die Computersteuerung die Firma VAS (A) und für die elektri-sche Verkabelung die Firma Moriggl aus Glurns betraut.

Das 17,1 km Rohrleitungsnetz kann mit der Zustimmung der Straßenbaubehörde der Provinz Bozen zu 90% unter der Staatsstraße verlegt werden. Mit dem Wärmenetz, das bis zu 100 m Höhenunterschied überwindet, wird in den Kellergeschossen der Abnehmer eingefahren und mit den Übergabestationen (Wärmetauscher) im Haushalt verbunden. Die insgesamt 109 verschiedenen Wärmetauscher verfügen je nach Anforderung über eine Abnahmeleistung von 30-400 kw/h. Je nach Betriebsgröße und Aufbau des Heizkreises werden mancherorts 2 und mehrere Stationen eingerichtet. Die Anschlussleistung aller Abnehmer liegt bei 8700 kw/h. 90% aller Häuser in Sulden werden angeschlossen. Die isolierten Stahlrohre werden mit einem Leckwarnsystem ständig überwacht.

Die Stationen sind Computergesteuert und mit einem Daten-kabel direkt mit der Zentrale gekoppelt. Die Änderungen im Heizraum werden von den Abnehmern vorgenommen. Bei idealer Abnahme der ca. 90°C Vorlaufstemperatur wird der Rücklauf mit ca. 50°C an das Heizwerk wieder abgegeben.
Mit der Standortwahl am Eingang des Tales wird der ge-samte Zulieferverkehr für das Werk aus dem Ortskern ferngehalten. Der architektonische Zweckbau fügt sich in das Landschaftsbild ein und besteht generell aus dem Heizhaus und dem überdachten Lager, das dem maximalsten Monats-verbrauch von 3000 m³ Heizmaterial Platz bietet

Das System ist auf zwei Heizkreise aufgebaut. Der Heiz-kreis im Heizhaus gibt die produzierte Wärme über Wärmetauscher an das Netz des Ortes ab. Die Heiztechnik ist primär auf die Verbrennung von Abfallmaterialien aus der Sägeindustrie ausgelegt, kann jedoch bei Ausfall der Holzöfen den Dienst an einen 4000 kw starken Ölofen überge-ben. Die Verbrennung des Hackgutes erfolgt in Zwei Öfen, die je nach Verbrauch einzeln oder gemeinsam in Betrieb gehen. Die dadurch freigesetzte Energie von <900°C wird im Wasserboiler an den internen Heizkreis abgegeben. Die Verbrennungsöfen sind für eine Leistung von 1200 kw/h und 2800 kw/h ausgelegt und im gemeinsamen Betrieb bei  maximaler Abnahme zu 80% ausgelastet. Die Nennleistung der Kessel könnte bei Bedarf um 30% angehoben werden.

Mit der Abluft der Wasserboiler wird im LUWO (Luftvorwärmer) die Zuluft der Öfen vorgewärmt. Somit wird ein Auskühlen der Brennkammern verhindert und das Hackgut kann im Einschub vorgetrocknet werden.

Die aus den Kesseln austretenden Rauchgase werden zunächst durch einen elektrischen Staubabscheider (Multizyklonen) geführt in welchem unter Ausnutzung der Fliehkraft 94 % der mitgeführten Staub- und Aschepartikel ausgeschieden werden.  Nach den Multizyklonen gelangen die Rauchgase in die Kondensationsanlage. Durch die Abkühlung der 120° C heißen Gase unter den Taupunkt wird die Verdampfungs-wärme zurückgewonnen. Dadurch wird je nach Brennstofffeuchte bis zu 20% Kesselleistung dem Heizkreis zugeführt. Die dabei entstehende Kondensation bindet in den Wasser-tröpfchen die Ruspartikel die nicht in den Multizyklonen abgeschieden wurden. Nach diesem Durchlauf verbleibt reine Abluft und ein jährlicher Rückstand von 20l Sondermüll. Die um 80°C entzogene Energie bei der Abkühlung wird in Form einer Wärmerückgewinnung an den Rücklauf des Ortsnetzes abgegeben sodass die Kondensationsanlage selbst über einen Heizleistung von 800 kw/h verfügt.

Der Rücklauf des Ortsnetzes fließt zudem durch ein 250 kw termische und 220 kw elektrische Energie generierendes BHKW (Blockheizkraftwerk). Dieser kleine Generator ist jedoch ausschließlich zur Notstromversorgung des Werkes vorgesehen und wird mit Dieselkraftstoff betrieben. Durch diese Stufenweise angeordnete Wärmerückgewinnung wird jede frei gesetzte Energie des Werkes verwertet. So kann bei optimalem Betrieb das Heizwerk seine produzierte Energie zu 98 % ausschöpfen. Im Vergleich verwertet ein Auto nur 1/3 seiner produzierten Energie und der Rest verpufft durch den Auspuff.

Der Elektrofilter entzieht der Abluft aus den Öfen 94% des Feinstaubes und Rußpartikel. Die verbleibende Rest von 6% wird in der Kondensationsanlage gesondert und zu 90% gefiltert sodass durch den Kamin des Werkes lediglich Co2 entweicht und man von 99,9 % reiner Luft sprechen kann.

Der im Aschecontainer gesammelte Feinstaub aus der Brennkammer und vom Elektrofilter wird in der Mülldeponie entsorgt. So beschränkt sich der Rückstand pro verbranntem m³ Hackgut samt Luftreinigung auf ca. 0,06 mg Feinstaub. Beim Ausblasen in den Kamin wird der Abluft von der Kondensationsanlage Warmluft beigemischt, sodass bis zu einer Außentemperatur von -10°C keine Schwaden (Wasserdampfahnen) entstehen.

Der Werksinterne Heizkreis und das Wärmenetz im Ort sind vom Einschub des Hackgutes bis hin zur Übergabe der Energie im Haushalt vollautomatisch gesteuert und werden in Echtzeit im Büroraum des Heizhauses überwacht. Die Aufgabe der 2 beschäftigten Heizwärter beläuft sich ausschließlich auf die Kontrolle und Instandhaltung der An-age die im Störungsfall Alarm über Funk auslöst.

Die von den Wärmetauschern in den Haushalten über-mittelten Daten dienen als Grundlage für die Berechnung der Energieabnahme. So wird aus der Temperaturdifferenz von Vor – und Rücklauf an der Übergabestation der kw Verbrauch ermittelt und dem Abnehmer zu dem von der Genossenschaft vereinbarten Abnahmepreis in Rechnung gestellt. Die niedrige Abnehmerzahl, die jedoch eine hohen Verbrauch aufzuweisen haben, sind für ein solches Heizwerk ideal und so konnte bereits im zweiten Betriebsjahr der Heizpreis 25% unter dem aktuellen Heizölpreis erzielt werden. Der optimale Betrieb des Werkes wird bei voller Leistung der Kondensationsanlage erreicht. Für dessen Ausschöpfung ist eine niedrige Rücklauftemperatur des Ortsnetzes erforderlich, die wiederum von jedem einzelnen Abnehmer abhängig ist. Abnehmer, die Ihre Rücklauf-temperatur zum Richtwert von 50°C hin regulieren, werden von der Genossenschaft begünstigend prämiert.

Die Heizöfen sind nur für die Verbrennung von nicht behandeltem Holz ausgerichtet. Beim verwerteten Material handelt es sich ausschließlich um Abfallprodukte aus der Säge- und Holzverarbeitungsindustrie wobei der Preis dem freien Markt obliegt und prinzipiell von überall beziehbar ist.

Begünstigend auf den Ankaufspreis wirkt eine kontinuierliche und konstante Abnahmemenge, die in Sulden jedoch jeden Monat stark variiert. So wird während der Sommermonate mehr als benötigt angekauft und eingelagert um auch während der kalten Wintermonate einen adäquaten Preis zu erwirken. Der m³ Hackschnitzel, im Fachjargon mit der Bezeichnung SMR (Schüttraummeter) geführt verfügt über einen Brennwert von über 680 – 750 kw. Ein Liter Heizöl im Vergleich weist einen Brennwert von 12 kw auf. Der Brennwert selbst ist vom Feuchtigkeitsgehalt sowie dem Holztyp bedingt. Für die Konzeption des Heizwerkes Sulden ist jedoch zu trockenes Hackgut unvorteilhaft da die volle Leistung der Kondensationsanlage erst ab einen bestimmten Feuchtigkeitsgehalt erreicht wird. Ökonomischstes Hackgut für das Heizwerk Sulden ist derzeit mit Sicherheit gerindetes Lärchenholz mit einem Feuchtigkeitsgehalt von ca. 40 %.

So kann in Sulden trotz Witterung und ohne Einbußen an Materialqualität ein Lager im Freien gehalten werden, in dem bis zu 7000 SMR Hackgut eingelagert werden können. Zum rangieren wird ein Radlader eingesetzt. Der Einschub in die Heizkessel erfolgt automatisch über Schubböden im Lager.

Frohe Weihnachten aus Sulden am Ortler

Im Advent bei Kerzenschein

die Kindheit fällt Dir wider ein.

Ein Adventskranz mit seinen Kerzen

lässt Frieden strömen in unsere Herzen.

Des Jahres Hektik langsam schwindet

und Ruhe endlich Einkehr findet.

Ein Tag, er kann kaum schöner sein,

als im Advent bei Kerzenschein.

Wir wünschen euch ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das kommende Jahr 2012.

Bis bald In SULDEN

Eure Familie Reinstadler –- Rungg

Hotel Bambi

Das ABC des Schneeschuhwanderns

Das ABC des Schneeschuhwanderns

Aber sicher!

Mit Schneeschuhen über verschneite Hänge gleiten, die glitzernde Sonne fühlen, die unberührte Natur erfahren? Ein intensives Erlebnis, das ohne alpine Verhaltensregeln jedoch auch sehr schnell gefährlich werden kann.

Die Zeiten, als verschneite Berggipfel im Winter den Skitourengehern vorbehalten waren, sind vorbei. Längst reiht sich das Schneeschuh- wandern ganz vorne unter den beliebtesten Winteraktivitäten ein. Verwunderlich ist dies nicht, erleben Schneeschuhwanderer die Natur pur und weitab von überlaufenen Pisten und Wegen. Schneeschuhwandern muss man nicht lernen, es bedarf keiner besonders teuren Ausrüstung und Skifahren muss man auch nicht können. Aber Vorsicht: Gerade weil Schneeschuhwandern so herrlich unkompliziert ist, wird der eigene Körper oft über- und die alpine Gefahr oft unterschätzt. Worauf sollte ein Schneeschuhwanderer vor und während der Tour achten?

Ausrüstung:

Grundsätzlich braucht es neben üblicher „Winterausrüstung“ noch Schneeschuhe, Wander- oder Skistöcke, gutes Kartenmaterial und evtl. ein GPS-Gerät. Wer sich auch nur zeitweise in lawinengefährdetes Gebiet begibt, muss unbedingt die vollständige Lawinen-Ausrüstung dabei haben: Eingeschaltetes Lawinenverschütteten-Suchgerät (LVS-Gerät), Schaufel und Sonde, dazu wenn möglich Erste-Hilfe-Material, Biwaksack und eine Thermoskanne mit heißem Getränk.

Ausbildung:

Dass man als Schneeschuhwanderer keine Ausbildung braucht, ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Auch wer sich nicht in lawinengefährdetes Gebiet begibt, sollte sich eine Einführung in Lawinen-, Wetter- und Orientierungskunde gönnen (Alpenvereine und Alpinschulen bieten Kurse an). Im Winter sind Steige unkenntlich und viele Markierungen sind nicht zu sehen. Vor allem bei einem Wetterumschwung verliert man schnell die Orientierung. Hier kann entsprechendes Wissen Leben retten.

Zeitplanung:

Schneeschuhwandern ist nicht gleich Bergwandern. Wer glaubt, er könne im Winter dieselbe Strecke an einem Tag bewältigen wie bei der Sommerwanderung, der liegt falsch. Die durchschnittliche Kalkulation für die Gehzeit im Sommer beträgt 300 Höhenmeter und drei Kilometer pro Stunde. Mit Schneeschuhen sollte man 200 Höhenmeter bzw. zwei Kilometer pro Stunde berechnen. Die Berechnung: Die Zeit für die Wegstrecke und jene für die Höhenmeter werden nach oben genanntem Muster berechnet. Dann wird zur längeren Zeit die Hälfte der kürzeren addiert. Beispiel: Ist das Ziel der Schneeschuhwanderung rund sechs Kilometer entfernt und hat 400 Höhenmeter, sind rund vier Gehstunden einzuplanen  (6 km = 3 h, 400 hm = 2 h, also: 3 h + ½ x 2 h = 4 h).

Tourenplanung:

Schneeschuhwandern ohne Lawinen-Ausrüstung ist nur dort ratsam, wo das Gelände offensichtlich nicht lawinengefährdet ist. Gelände unter 20 Grad Hangneigung gilt allgemein als sicher. Stärkere Neigungen erfordern Sicherheit im Interpretieren von Lawinenwarnstufen. Achtung: Auch der Wald ist vor Lawinen nicht gefeit. Bei einer Lawinengefahr ab Stufe 3 sollte man lieber auf einen Ausflug verzichten. Wer dies nicht tun möchte, sollte an jenem Tag auf offiziell benutzbaren Wegen bleiben.

Skitestwoche Sulden 2011

hier ein kleiner Film auf Youtube zur Skitestwoche in Sulden am Ortler. Es ist Rossana Rocci Live auf der Madritschhütte, und noch viele andere, zu sehen.

Film ab :-)

Lothar Matthäus fährt in Sulden am Ortler Ski

SuldenFußballstar Lothar Matthäus, der den Boulevardmedien mit seinem Privatleben immer wieder Stoff liefert, liebt es derzeit lieber abgeschieden.

Er hat sich in Sulden zurückgezogen, um dort einen Skiurlaub zu verbringen. Doch er ist nicht der einzige Promi, den es dorthin verschlagen hat und die weißen Pisten genießt.

In Sulden ist nämlich zum Auftakt der Saison eine Skitestwoche abgehalten worden, für die auch viele ehemalige Profi-Skifahrer gewonnen werden konnten.

Hier geht es zum Video (ORF – Südtirol Heute)

Weihnachtsmärkte in Südtirol

Südtirol – Noch ist der erste Schnee, der auch im Tal länger anhält, nicht wirklich gefallen. Trotzdem: Es wird kälter, und es werden die Anzeichen deutlich, dass Weihnachten immer näher rückt.

Das bedeutet, dass auch die Weihnachts- und Christkindlmärkte wieder ihre Tore öffnen. Sie sind jedes Jahr ein wesentlicher Grund, warum viele Gäste in der Adventszeit nach Südtirol kommen.

Gerüche, Geschmäcker und Musik rufen eine romantische Atmosphäre hervor, die nach wie vor einen unwiderstehlichen Reiz auszuüben scheint. Aber auch Einheimische gönnen sich oft trotz des Menschenauflaufs den einen oder anderen Besuch.

Zwischen Ende November und Anfang Jänner finden in vielen Städten in Südtirol Weihnachtsmärkte statt, die größten davon gehen in Bozen und Meran über die Bühne.

Doch auch Bruneck, Brixen, Sterzing und Glurns sind in der Adventszeit auf jeden Fall einen Abstecher wert. Wer es etwas ruhiger und traditioneller mag, besucht die Weihnachtsmärkte in den Südtiroler Dörfern, zum Beispiel in Sarnthein im Sarntal, wo es ausgesprochen wenig Kitsch gibt, dafür jedoch viele echte Sarner Spezialitäten, typische Produkte und Musik.

Für die meisten Christkindlmärkte fällt der Startschuss Ende November. Glühwein, Tannenzweige, Weihnachtsschmuck und Zimt werden auch dann wieder Gäste und Einheimische verzaubern. Denn so wirklich immun gegen Weihnachtsstimmung ist kaum jemand.

Öffnungszeiten des Weihnachtsmarkts Bozen:
•    24. November bis 23. Dezember 2011
•    Mo- Fr: 10.00-19.00 Uhr, Sa: 9.00-20.00 Uhr, Sonntag: 9.00-19.00 Uhr
•    05. bis 08. Dezember: 9.00-20.00 Uhr
•    Gastronomiestände schließen um 21.00 Uhr

Öffnungszeiten des Weihnachtsmarkts Meran
Vom 25. November 2011 bis 6. Januar 2012

Öffnungszeiten des Brixner Weihnachtsmarkts:
•    25. November 2011 bis 06. Januar 2012
•    Werktags 10.00 bis 19.30 Uhr
•    Sonn- und Feiertage 09.30 bis 19.00 Uhr

Öffnungszeiten des Sterzinger Weihnachtsmarkts:
•    Montag bis Freitag: 10.00-19.00 Uhr
•    Samstag und Sonntag: 09.00-19.00 Uhr
•    ab 27. Dezember am Wochenende: 10.00-19.00 Uhr
•    24. Dezember: 10.00-15.00 Uhr
•    25. Dezember: geschlossen
•    31. Dezember: 10.00-17.00 Uhr
•    01. Januar: 13.00-19.00 Uhr

Öffnungszeiten des Brunecker Weihnachtsmarktes:
•    25. Nov. 2011: Eröffnung des Christkindlmarkts um 17.00 Uhr
•    26. Nov.-24. Dez. 2011: Montag-Freitag 14.30-19.00 Uhr, Samstag, Sonn- und Feiertage sowie am 09. Dez. 10.00-19.00 Uhr
•    24. Dez. 2011: 10.00-14.00 Uhr
•    25. Dez. 2011: geschlossen
•    26.-31. Dez. 2011: 10.00-19.00 Uhr
•    01. Jan. 2012: 13.00-19.00 Uhr
•    02.-06. Jan. 2012: 10.00-19.00 Uhr

Öffnungszeiten des Glurnser Advents:
•    08. bis 11. Dezember 2011
•    08. und 11. Dezember: 11.00-21.00 Uhr
•    09. und 10. Dezember: 14.00-21.00 Uhr

Lawinengefahr besser einschätzen

Lawinengefahr besser einschätzen – Praxistipps von Experten

Die Lawinengefahr ist bei Tourengehern ein ständiger Begleiter. Patrick Nairz und Rudi Mair vom Lawinenwarndienst Tirol haben zehn Gefahren-Muster erstellt, anhand derer der Tourengeher die Lawinengefahr besser einschätzen kann.

Jeder, der mit Tourenskiern oder Schneeschuhen unterwegs ist, sollte ihn kennen: den Lawinenlagebericht mit den fünf Gefahrenstufen. Allerdings wissen erfahrene Tourengeher, dass eine Gefahrenstufe oft sehr schwer zu interpretieren ist. Sie bewegt sich  – vor allem bei Gefahrenstufe 3 – in einem großen Spielraum. Die definitive Situation lässt sich dann oft erst direkt am Berg feststellen.

Die beiden Lawinenexperten Patrick Nairz und Rudi Mair vom Lawinenwarndienst Tirol haben über Jahre hinweg Lawinensituationen studiert. Ihre Erkenntnis: Während verschiedener Winter passieren Lawinenunfälle sehr oft bei einander ähnlichen Verhältnissen und an ähnlichen Orten. Aus dieser Tatsache heraus entstand die Idee, die Lawinengefahr in zehn häufige Muster einzuteilen. Aus der Idee wurde ein Praxis-Handbuch mit dem Titel „Lawine – Die 10 entscheidenden Gefahrenmuster” erkennen“.

Die Muster sollen Tourengehern und Schneeschuhwanderern Hilfestellung bei der Interpretation der bekannten fünf Lawinenwarnstufen leisten. Der Lawinenwarndienst Tirol wird die Muster künftig auch als Zusatzinformation zu den Warnstufen auf seiner Website veröffentlichen.
Auf welche Muster kann und muss der Tourengeher nun achten? Patrick Nairz und Rudi Mair beantworteten diese Frage auf mehreren Vorträgen in Südtirol (organisiert vom AVS mit Unterstützung der Verlagsanstalt Athesia sowie dem Outdoor-Fachgeschäft Mountainspirit). Hier eine kurze Zusammenfassung ihrer Aussagen: Lawinengefahr besser einschätzen – 10 Praxistipps

Kategorien
Webcam Sulden

picasa_18x57

youtube_220x70

facebook_220x70

Bildergalerie
Lade Dir den Flash Player um die Diashow zu sehen.
Terminkalender
Verfolge mich mit..
Partner-Betriebe

Pure Mountain Sulden

Translator