Sommer Pauschalangebote für den Sommerurlaub 2014

Pauschalangebote 2014 für den Sommerurlaub

Ausführliche Infos auf der Hotel Bambi Webseite

Die Winterurlaub 2013/2014 Komplettpakete vom Hotel Bambi

Die Winterurlaub 2013/2014 Komplettpakete

skitour-cevedale-ortlergebiet-suedtirolDer erste Schnee ist schon gefallen und auch das Skigebiet Sulden am Ortler ist bereits geöffnet! Dem Winterurlaub in Südtirol und dem Pistenspaß für die ganze Familie steht also nichts mehr im Weg! Das Hotel Bambi ist der ideale Ausgangspunkt für alle Boarder, Skifans und Winterliebhaber, sportliches Carven, gemütliches Wedeln, romantisches Schneeschuhwandern oder Langlaufen durch eine schneebedeckte Naturlandschaft, dies alles ist in Sulden möglich! Die Seilbahn, sie ist die größte der Welt, bringt die Skiurlauber auf eine Höhe von über 3.000 Metern, wo bestens präparierte Pisten, ein traumhaftes Panorama und sonnige Hänge das Herz eines jeden Wintersportfans höher schlagen lassen!

Angebote für den Winterurlaub in Sulden

SchneeschuhwandernDie Winterangebote vom Hotel Bambi sind so vielfältig wie die Aktivmöglichkeiten in Sulden! Egal ob ein günstiges Winter Aktiv 2 Tages- oder 3 Tagesprogramm, besinnliche Adventwochen, eine erlebnisreiche Neujahrs-Familienwoche, lustige Faschings- oder Familienwochen, abenteuerliche Touren- oder romantische Pärchenwoche! Hier ist mit Sicherheit für jeden das passende Programm und Angebot dabei. Im Preis ist jeweils der Skipass sowie die Hotel Bambi Halbpension enthalten. Die Winter-Aktivprogramme, ab Euro 182,00 pro Person im Doppelzimmer für 2 Nächte, inkludieren zudem Schneeschuwandern, Langlaufen oder Skitouring. Kinder können sich auf spielerisches Skifahren lernen in der Skischule freuen. Bei der großen Auswahl an Komplettpaketen vom Hotel Bambi bleibt garantiert kein Wunsch offen, einfach anfragen und einen unvergesslichen Winterurlaub in Sulden buchen!

Motorradtour über das Stilfserjoch

Auch für Motorradfans ist Südtirol ein absolut interessantes  und vielseitiges Erlebnis mit attraktiven Routen z. B. über das Stilfserjoch. Einkehren können Biker beispielsweise im Hotel Bambi in Sulden. Das Bambi ist Ihr Motorradhotel in Südtirol, da Sie von dort aus attraktive Touren mit Ihrem Bike machen können. Vor allem ab Juni ist das Bambi ein geeignetes Motorradhotel in Südtirol, da ab Anfang dieses Monats attraktive Strecken wie die Tour über das Stilfserjoch auf jeden Fall befahrbar sind.

Die Tour über das Stilfserjoch

Motorradtour über das StilfserjochZum Stilfserjoch auf 2757 m über dem Meeresspiegel gelangen Biker über den Reschenpass, der sie nach Südtirol führt, über den Kirchturm am See und Prad, über 48 Spitzkehren hinauf zum Stilfserjoch. Da es sich um eine sehr verkehrsreiche und anspruchsvolle Strecke handelt, empfiehlt es sich für Motorradfahrer sich sehr früh auf den Weg zu machen, um die beeindruckende Streckenführung nach Bikerart genießen zu können. Wer an Wochentagen im Urlaub in Südtirol mit dem Motorrad Urlaub macht, sollte eher die Werktage als das Wochenende für die Tour nutzen.

Wenn man das Stilfserjoch erreicht hat, kann man entweder über den Umbrailpass nach St. Maria im Münster hinunter fahren oder man fährt nach Bormio im Weltlin. Diese Strecke führt ebenfalls über viele Kehren durch den Munt Shera Tunnel, der eine einspurige Streckenführung aufweist, unbeleuchtet und Mautpflichtig ist. Sowohl die Auffahrt auf das Stilfserjoch als auch die beiden Strecken, die man mit dem Bike zurückfahren kann, bieten attraktive und herausfordernde Fahrerlebnisse und beeindruckende,  vielseitige Aussichten auf die Berglandschaft.

Silvester in Sulden

Silvester in Sulden – unvergesslichunvergleichlich

 

Silvester und die Neujahrfeier in Sulden am Ortler ist bei unseren Sulden-Gästen seit langen ein Geheimtip Nirgendwo sonst können Sie die letzten Stunden des Jahres und den Neustart in ein neues Jahr so atemberaubend erleben wie in Sulden am Ortler.

Tiefverschneite, einmalige Winterlandschaft, ein atemberaubendes, professionelles Feuerwerk — das sind die Zutaten für einen gelungenen “Rutsch” ins neue Jahr.

Wir bieten Ihnen alles für diesen einmaligen Tag im Jahr

gerne machen wir Ihnen ein Angebot.

Herbst in Sulden am Ortler

Wie viele wissen, ist Sulden ab Ende September im Herbstschlaf.

Aber nicht alle Hotels!

Herbstzeit im „Hotel Bambi“!

Hier kann man auch außerhalb der Saison noch einen Cappuccino und ein Stückchen Kuchen oder ein Glas guten Wein mit einem Speckbrettl bekommen. Auch die Wanderwege sind noch so lange für Sie bereit bis der erste Schnee ins Tal Einzug hält. Genießen Sie die Ruhe der Nebensaison und besuchen Sie uns auf 1.900m.

Die offizielle Wintersaison in Sulden startet am 27.Oktober 2012.

Wir freuen uns auch vorher schon auf Ihren Besuch.

Ihre Familie
Reinstadler-Rungg
 

P.S.: ausgenommen das Wochenende vom 5 bis 7 Oktober, da haben wir geschlossen!!!!

Ortsnamen: Die historische Schatztruhe

Schluderns – Die Orts-, Hof- und Flurnamen im oberen Vinschgau waren die Thematik eines kürzlich im Vintschger Museum in Schluderns von ­Johannes Ortner gehaltenen Vortrags.

Johannes Ortner ist der für die Flurnamensammlung in Süd­tirol beauftragte Experte. Seine Sammlung zählt bis jetzt 170.000 Namen. Beispielsweise hat er allein in Schluderns 930 Ortsbezeichnungen festgestellt. Diese Hof- und Flurnamen werden meist mündlich von einer Generation zur nächsten weitergegeben. Die Koexistenz von deutschen und romanischen Bezeichnungen hat ge­rade im oberen Vinschgau zur Eigenart des Alpenromanischen geführt. Viele Namen gehen aller Wahrscheinlichkeit noch viel weiter zurück als bis zum Rätoromanischen und können nur noch über indogermanische Wortwurzeln erklärt werden. Die Ortsnamen Eyrs, Schlanders oder Schleis, haben möglicherweise eine 3.000 Jahre alte Geschichte hinter sich. Viele Ortsnamen oder Flurbezeichnungen hatten einst eine konkrete Bedeutung. So soll der Name Taufers auf Tuber zurückgehen, was ursprünglich „Talverengung“ bedeutete, ­Sulden hat mit Sel zu tun: springendes Wasser, Schluderns bedeutete feuchter, kotiger Grund, Latsch Waschstelle, Kortsch Gehege und Tschars Anstieg. Die Ortsbezeichnung Prad ist mit „Prada“, Wiese, noch einfach zu deuten. Dass die Tschött von aqua concetta, Teich, kommt, war nur einer der hunderten von Namen, die Johannes Ortner erklärte. Dass dabei nicht immer alle mit seinen Deutungen einverstanden waren und aus dem Publikum andere Vorschläge kamen, belebte die rege Diskussion. Es wurde klar, dass mit diesen historischen Bezeichnungen sehr sorgsam und wissenschaftlich fundiert umgegangen werden muss, da sie eine wahre Schatztruhe für die Geschichte unseres Landes sind. (frie)

Ortlerwoche in Sulden

Ortlerwoche -  mit Besteigung des höchsten Berges Südtirols (3.905m) in den Wochen

von 23.06. bis 30.06.2012 // von 22.09. bis 29.09.2012.

 

Besteigen Sie den höchsten Berg  Südtirols, den Ortler 3.905m.

Sie erleben die Reize der Umgebung in einer außergewöhnlichen Intensität. Landschaften, die Geheimnisse der Berge, unbekannte geographische und geologische Beschaffenheiten, seltene Flora und Fauna. Einfach ungeahnte Perspektiven. Besuchen Sie mit uns seine Majestät, den König Ortler, der mit seinen stolzen 3.905 m hoch über dem Ortlergebiet trohnt.

 

Sa: Begrüßung und Vorstellung des Programms
So: Aufstieg zum Klettergarten K2 und Einführung der Grundkenntnisse im Felsklettern (Knotenkunde, Klettertechnik, Abseilen)
Mo: Hinteres Schöneck 3.143 m
Di: Tag zur freien Verfügung. Abends Filmvorführung „200 Jahre Ortler Erstbesteigung“
Mi: Aufstieg auf den Suldengletscher zur Suldenspitze 3.376 m
Do: Aufstieg zur Payerhütte 3.029 m
Fr: Aufstieg zum Ortler 3.905 m; Abends Bergführerstammtisch mit Rückblick auf die Woche
Leistungen: 7 Tage Halbpension, Bergführer, Leihausrüstung (Pickel, Helm, Gurt, Steigeisen), Liftpreise und 1 Übernachtung auf der Payerhütte

Anforderungen: sehr gute Kondition und Trittsicherheit; Aufstiege max. 900 Hm. –ca. 3,5-4,5 Stunden
Preis: € 740,00 pro Person im Doppelzimmer oder Einzelzimmer mit Halbpension

 

Kinderwochen in Sulden am Ortler

Ein tolles Angebot für Familien mit kleinem Nachmittagsprogramm für die Kids. In den Wochen vom 30.06.2012 bis 07.07.2012 // vom 01.09.12 bis 08.09.2012  in Sulden am Ortler

Lerne unsere Vereine kennen (Feuerwehr, Bergrettung….)

  • Einmal Feuerwehrmann sein, das wollte schon immer der kleine Drache Grisu!
  • In Schwindel erregende Höhen steigen sicher an Seil und Gurt das kannst du dann mit unseren Bergrettungsmännern aus Sulden.

Kleine Naturforscher

  • Entdecke mit unerer Försterin Barbara die Geheimnisse des Waldes und der Tiere die darin wohnen.

Der Preis ist Euro 780 für 2 Erwachsene & 1 Kind bis einschließlich 10 Jahren für 7 Tage Halbpension inklusive der angegeben Leistungen.

Messner Mountain Woche in Sulden am Ortler

Reinhold Messner, der bekannte Extrembergsteiger und Bezwinger aller 14 Achttausender wandert zusammen mit Ihnen durch die fantastische Bergwelt von Sulden. Ein ultimatives Erlebnis nicht nur für Bergbegeisterte! Diese spezial Woche findet in der Zeit vom 28.07. bis 04.08.20012 statt.

Zu diese Messner Woche in Sulden gehört:

  • 7 Tage Halbpension im Hotel
  • Wanderung mit Reinhold Messner
  • Eintrittskarte für die Multivisionsshow von Reinhold Messner
  • Ein Eintritt ins MMM Ortles

Gesamtpreis für eine Person ist Euro 455

Über alle Berge

Abenteuer Transalp-Skitour

Über alle Berge

Neun Tage, jede Menge Gipfel, fast 16.000 Höhenmeter: Eine Alpenüberquerung auf Skiern ist für viele Wintersportler ein absoluter Lebenstraum. Robert Jacobi ging mit einem ehemaligen Langlauf-Weltstar auf Tour – und stürzte schon am zweiten Tag in eine Gletscherspalte.

Das Abenteuer Alpenüberquerung auf Skiern beginnt wenig abenteuerlich. Am ersten Tag steigen wir mit unseren Tourenski auf künstlich beschneiten Pisten auf, bei Sonnenschein und Temperaturen, die an einen Badeurlaub am Gardasee erinnern. Denn hier unten im berühmten Skiort Madonna di Campiglio im Trentino sind die Hänge grün, diesen Winter ist wenig Schnee gefallen.

Peter Schlickenrieder filmt uns mit seinem Handy, wenn wir ihm zu langsam sind. Wir sind ihm oft zu langsam, was kein Wunder ist, denn Peter hat bei den Olympischen Winterspielen 2002 Silber im Langlauf gewonnen. Vor fünf Jahren hat er seine erste Transalp-Tour geschafft, mit bis zu 5000 Höhenmetern am Tag, damals auf Langlaufski, sogar die Abfahrten. Wenig später war er bei der Außenwette von “Wetten, dass?” schneller als ein Pistenbully, auf einer Berg- und Talfahrt über zwei Runden.

Ich kenne ihn, weil wir aus demselben Winkel Oberbayerns kommen und gemeinsame Bekannte im Skiclub haben. Letzten Herbst war ich so mutig, ihn zu fragen, ob wir nicht gemeinsam eine Ski-Transalp machen sollen. Zu meiner Überraschung sagte er zu: Schon seit einiger Zeit sucht er nach einer Route für eine Alpenüberquerung mit Ski, die auch für ehrgeizige “Normalos” machbar ist. Dafür braucht er Versuchskaninchen.

Am ersten Tag schon erreichen wir unseren ersten Gipfel, den Monte Vigo, danach gibt’s auf einer Skihütte Pizza mit Ricotta und Speck. Noch am Abend lädt Peter das Ergebnis seiner Filmerei auf YouTube und Facebook hoch. Erster Kommentar einer Freundin: “Ich dachte, ihr macht eine ernsthafte Bergtour, keine Pistensafari.” Wir nehmen die Kritik ernst – und geraten schon am zweiten Tag in einen Bergsteiger-Alptraum.

Träume von unberührten Abfahrten

Doch der Reihe nach: Zu viert wollen wir die Alpen vom Trentino bis nach Oberstdorf durchqueren. Es ist Ende März, perfekte Skitourenzeit, insgesamt fast 16.000 Höhenmeter liegen vor uns, mehr als 200 Kilometer Strecke auf Ski, Steilhänge, Gletscher – und hoffentlich auch ein paar traumhafte Abfahrten in unberührtem Gelände.

Wir, das sind außer Peter und mir noch Matthias Möller und Philip Mayrhofer, zwei Münchner Freunde, bergerfahren, konditionsstark und durchtrainiert. An den ersten zwei Tagen begleitet uns außerdem Peters Frau Andrea, die ausgebildete Skitrainerin und Tourenführerin ist. Ich dagegen bin ein ambitionierter Freizeitsportler, der sich seine Kondition in jeder Saison neu erkämpfen muss. Meine Skitechnik reicht, um jeden Hang irgendwie runterzukommen, aber gerade im Gelände fehlt es an Eleganz.

Dass wir im Süden starten, hatte Peter entschieden. “Was Lawinen betrifft, ist es sicherer, morgens die Südhänge hinaufzusteigen”, sagt der Alpinprofi. “Später werden sie in der Sonne zu weich. Mittags geht’s dann nach Norden runter, hoffentlich im Pulverschnee.”

Sturz in die Gletscherspalte

Von Pulverschnee leider nur träumen können wir am zweiten Tag der Tour. Den Gipfel des Monte Cevedale auf 3769 Meter erreichen wir in dichtestem Nebel und Schneetreiben. Vor uns liegen blankes Eis und offene Gletscherspalten.

An Skifahren denkt niemand, außer Peter vielleicht, der überlegt, zwischen den Eisflanken abzuschwingen. Wir schnallen Steigeisen an, Matthias holt das Seil aus dem Rucksack. Viel Zeit bleibt nicht, bis es dunkel wird; der Aufstieg hat sich hingezogen, und ein zäher Abstieg zu Fuß war nicht eingeplant.

Zwei Skistöcke sind gebrochen. Matthias’ Schulter schmerzt, weil er tags zuvor auf der Piste ein kurzes Stück mit Fellen und offenen Skischuhen gefahren war, bis er inmitten einer Kinderschar stürzte. Andrea sinkt bis zur Hüfte in ein Schneeloch, kann sich aber selbst befreien. Trotz der Anstrengung, fast 2000 Höhenmeter liegen hinter uns, ist sie zu einem Lächeln fähig.

Als Matthias sich nur durch einen plötzlichen Satz vor einem Spaltensturz retten kann, beschließen wir, einzeln am Seil abzuklettern. Peter baut einen Standplatz. Ich rutsche aus und überschlage mich mit den Steigeisen, Peter hält mich, an einem Steilstück baumelnd. Ein Handschuh liegt unter mir, meine Thermosflasche ist irgendwo im Nebel verschwunden. Philip nimmt denselben Weg, ist aber gewarnt und bewegt sich so langsam wie möglich – das Gesicht dem Hang zugewandt, die Skistöcke als Rettungsanker in der Hand.

Ohne Handschuh im eisigen Wind

Der schneidende Wind lässt die Finger frieren, erst recht, weil mir der rechte Handschuh fehlt. Zehn Meter weiter liegt er, in relativ flachem Gelände. Die Schneedecke sieht harmlos aus, ich gehe ein paar Schritte. Plötzlich öffnet sich der Boden unter mir, und ich fahre wie in einem Fahrstuhl senkrecht nach unten.

“Wäre gut, wenn das bald aufhört”, geht mir im Fall durch den Kopf. Auf einem Podest aus Schnee und Eis finde ich Halt, dreieinhalb Meter tiefer – um mich herum eine fremde Welt aus riesigen Eiskristallen und drahtigen Zapfen, über mir ein helles Loch. “Robert!”, höre ich Andrea rufen, die gerade noch neben mir stand. Ich sammle mich kurz, stelle fest, dass ich außer einer aufgeschürften Hand unverletzt bin. “Mir geht’s gut!”, antworte ich.

Das Seil am Hüftgurt sicher verknotet, ramme ich die Steigeisen in die Eiswand und beginne, hinaufzuklettern. Der Wind treibt immer mehr Schnee in die Spalte. Die Ski sind noch fest an meinem Rucksack verstaut. Ich stemme mich über den Rand und stehe bald wieder auf der Oberfläche des Gletschers. “Auf einmal warst du weg”, sagt Peter, der mich staunend betrachtet; auch der Rest der Truppe steht unter leichtem Schock. “Aber jetzt bist du ja wieder da.” Für klügere Worte ist das der falsche Moment, recht hat er.

Mit GPS-Orientierung zur Schutzhütte

Wir stapfen weiter durch Nebel und Schnee, längst ist uns klar, dass wir die Abfahrt ins Tal nicht mehr schaffen. Matthias hängt als Erster im Seil, Peter lotst ihn per GPS zum Rifugio Casati, einer Schutzhütte auf 3269 Meter. “Links, 11 Uhr” oder “rechts, 13 Uhr”, lauten die Kommandos, fast vom Schneetreiben verschluckt. Nach hinten ist nur der Seilstrang zu erkennen, nicht aber Andrea und Philip, die hoffentlich daran hängen.

Plötzlich taucht vor uns die Hütte auf. Es brennt sogar Licht. Wir fallen uns in die Arme. In der Stube sind wir die einzigen Gäste. “Kein Powderalarm”, ist Philips trockener Kommentar zu den miserablen Schneeverhältnissen der letzten Stunden. Ich sitze mit Schüttelfrost am Kachelofen, Matthias taut seine gefrorenen Finger auf. Der Wirt stellt uns Pasta, Fleisch und Gemüse auf den Tisch, das wir in wenigen Minuten verschlingen.

“Ich habe schon damit gerechnet, dass wir eine Schneehöhle graben und die Nacht im Biwak verbringen”, sagt Matthias. Andrea ist erleichtert, Philip wirkt nachdenklich. Nur Peter demonstriert oberbayerische Gelassenheit, ihn bringt so ein Tag offenbar nicht aus der Ruhe.

Nachts pfeift der Wind ums Haus, es fällt Schnee, und die Sicht ist am Morgen fast genauso schlecht wie am Abend zuvor. Wir überschreiten die Suldenspitze, einen weiteren Dreitausender, und fahren am Seil bis fast nach Sulden ab, um zahllose Spalten und Gletscherbrüche herum. Das strapaziert die Gruppendynamik, denn wenn einer den Schwung zu spät setzt oder gar stürzt, kriegen alle Zug aufs Seil. Einmal quetscht es mir zwei Finger ab.

Mehr als 30 Kilometer an einem Tag

Unten angekommen, verhilft uns Peters Prominenz zu günstigen Zimmern in einem angenehmen Hotel – was für ein Kontrast zur vorherigen Nacht! Während Matthias und Philip in der Sauna liegen, entdecke ich vom Pool aus einen Fetzen blauen Himmel über dem Ortlergebirge: Das Wetter wird besser!

Am Folgetag erleben wir eine prächtige Tour auf den Piz Chavalatsch, von dem wir durch unverspurtes Pulver nach Graubünden abfahren. Auf der anderen Seite des Tals steigen wir wieder auf. Es ist der längste Tag, mit rund 2500 Höhenmetern und mehr als 30 Kilometern. Die Sonne vertreibt den Cevedale-Schock, ab sofort ist sie unser ständiger Begleiter.

Meine Kondition wird während der Woche besser, nicht schlechter – nur das Aufstehen in der Frühe fällt zunehmend schwer. Die Fußballen sind von Blasen übersät und schmerzen bei jedem Schritt. Wir kommen durch Skiorte wie Scuol, Ischgl und St. Anton und fühlen uns zwischen Luxusboutiquen und Après-Ski-Bars wie Außerirdische.

Zwei Tage später, nach unserem letzten Gipfel, dem Grüner oberhalb von Warth in Vorarlberg, laufen wir im Skating-Schritt noch fast 20 Kilometer durch ziemlich flaches Gelände. Dann schieben wir uns auf einer Loipe ins Langlaufstadion von Oberstdorf. Was scheren uns schon die Mountainbiker in ihren kurzen Hosen? Die echten Helden der Berge sind wir, das steht fest.

Mit Dampfbier und Schweinebraten feiern wir unseren Überquerungserfolg. Es ist längst dunkel, als wir schließlich am Münchner Hauptbahnhof aus dem Regionalexpress aussteigen – dort, wo wir neun Tage vorher in den Eurocity eingestiegen sind. Die Plätze neben uns sind frei geblieben, vermutlich, weil wir Shirts und Socken selten und Skischuhe nie gewechselt haben.

Die Schlickenrieder-Route, wie wir sie taufen, scheint nachahmenswert – man muss ja nicht freiwillig bei schlechtem Wetter und zu wenig Schnee auf den Cevedale. Ski und Skischuhe sollten leicht sein, der Rucksack auch. Nicht fehlen dürfen darin Hirschtalg, Tape oder Pflaster gegen Blasen, Voltaren gegen Prellungen und Energieriegel gegen Durchhänger.

Für die drei Freizeitsportler aus unserem Team beginnt nun eine körperlich geruhsame Woche. Nicht für Peter, der steigt schon drei Tage später auf die Rotwand. Natürlich auf Skiern. Was sonst.

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